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Berichte 2022 der Freien Wähler Reilingen e.V.


Hitze, Spaß und Fahrradfahren

Freie Wähler gratulieren Bürgermeister Stefan Weisbrod zum Geburtstag

Jahreshauptversammlung Freie Wähler Reilingen

Erfreuliche Resonanz am Osterstand

Weinprobe der Freien Wähler mit Willi Brausch sorgt für Begeisterung

Auf dem Weg zum Archäologiepark - FW-Fraktion besucht Burggelände

Spendenaktion von FW-Gemeinderat Peter Künzler

Freiheit für die Ukraine


10. Juli

Hitze, Spaß und Fahrradfahren

Bedingt durch hochsommerliche Temperaturen schrumpfte die angemeldete Teilnehmerzahl an der Radtour der Freien Wähler im Ferienprogramm enorm. Das hatte allerdings den Vorteil, dass jedes Ferienkind über eine persönliche Betreuung verfügen konnte. Diese war allerdings äußerst problemlos, da die Kinder bestens mit einem Schutzhelm vorbereitet waren und mit viel Freude an der Tour teilnahmen.

Ziel der Tour durch die Schwetzinger Hardt im leicht kühlenden Wald über Oftersheim war der Spielplatz "alla hopp" in Schwetzingen. Die vielen attraktiven Spielangebote blieben allerdings etwas im Hintergrund, da die Kinder verständlicherweise auch einen Platz im Schatten bevorzugten.

Patricia Faber begleitete die Gruppe mit einem Versorgungsfahrzeug, damit immer wieder während der Tour frische Getränke gereicht werden konnten. Auf dem Spielplatz hatte sie bereits ein abwechslungsreiches Picknick zur Freude der Teilnehmer vorbereitet. Auch das Betreuerteam Reni Hancke, Jenni Hild, Sabine Petzold, Michael Lauer und Peter Künzler griffen gern zu den Erfrischungen, die die Hitze etwas erträglicher machten. Ein kühlendes Eis war dazu noch eine willkommene Abkühlung.

Beeindruckend war der jüngste Teilnehmer Nurion, der mit seinen acht Jahren die vielen Kilometer mit seinem kleinen Rad ohne Probleme fröhlich abspulte. Allerdings erhielten alle Beteiligten ein großes Lob bei der Ankunft in Reilingen, "alle gesund zurück, keine platten Reifen, gut gemacht".



Fotos: P. Künzler

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16. Juli

Freie Wähler gratulieren Bürgermeister Stefan Weisbrod zum Geburtstag

Sehr gern schloss sich eine Abordnung der Freien Wähler der Schlange der vielen Gratulanten zum 50. Geburtstag von Bürgermeister Stefan Weisbrod vor dem Martin-Luther-Haus an. Namens des Ortsverbandes, des Vorstandes und der Fraktion gratulierte die zweite Vorsitzende Silvia Vögtle dem Geburtstagskind mit den allerbesten Wünschen für die Zukunft zu seinem Ehrentag.

Foto von links nach rechts: Stefan Weisbrod, GR Peter Künzler und GR'in Sabine Petzold, Marcel Dörfer, Silvia und Eberhard Vögtle, GR Peter Geng (Bild: Werner Klefenz)
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20. Mai

Jahreshauptversammlung Freie Wähler Reilingen

Regularien sowie Berichte aus der aktuellen Kommunal- und Kreispolitik standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Freien Wähler Reilingen. Die Sitzungsleitung teilten sich die Vorsitzende Sabine Petzold und ihre Stellvertreterin Patricia Faber. Schriftführerin Angelika Welle verlas den Jahresbericht und informierte über Aktivitäten, die stark durch die Corona-Pandemie beeinflusst waren. Besonders erfolgreich war allerdings die Benefiz-Veranstaltung für die Ukraine "Weinprobe mit Musik. Der Erlös in Höhe von 2.600 € wurde an den Hilfsfond des Deutschen Kinderhilfswerkes überwiesen. Dieser Fond unterstützt unbürokratisch geflüchtete Kinder und Jugendlichen aus der Ukraine nach ihrem Eintreffen in Deutschland. Detailliert stellte Kassier Frank Reeb einen positiven Kassenstand vor und Kassenprüferin Heidi Klett bestätigte eine ordnungsgemäße Kassenführung. Der Gesamtvorstand wurde einstimmig entlastet.

FW-Vorsitzende Petzold dankte allen Beteiligten, die den Ortsverband ideell und materiell unterstützt haben. Ob Botengänge, Homepage-Betreuung oder organisatorische Hilfen, ohne diese Unterstützung aus den Reihen der Mitglieder würde vieles nicht so erfolgreich umgesetzt werden können. Einen Dank sprach FW-Stellvertreterin Silvia Vögtle den anwesenden Gemeinderäten Patricia Faber, Peter Künzler, Sabine Petzold und Klaus Schröder für ihre zeitaufwändige und hervorragende Arbeit im Gemeinderat aus.

Einstimmig wurden Satzungsergänzungen von den Teilnehmern verabschiedet. Satzungsgemäß können zukünftig in besonderen Situation virtuelle Sitzungen abgehalten werden. Ebenso besteht jetzt die Möglichkeit, wie zum Beispiel für Kommunalwahlen, Arbeitskreise zu bilden.

Bericht Fraktionssprecherin

Aktuelle Themen aus Reilingen bestimmten den Bericht der neuen Fraktionssprecherin Patricia Faber. Gerade in den letzten Monaten war der Baustellenbetrieb auf den Straßen und Bürgersteigen sehr intensiv, da die Deutsche Glasfaser mit der Verlegung der Leitungen an jeder Ecke unterwegs war. "Wenn allerdings die Versorgung im Ort zukünftig sehr gut ist", war es die Belastung wert. "Freuen dürfen sich die Bürger nach dem Umbau des Eingangsbereiches vom Rathaus auch auf eine Aufwertung des Bereiches für den Bürgerservice", so Gemeinderätin Faber.

Im Namen der FW-Fraktion übermittelte sie Glückwünsche an den neu gewählten Jugendgemeinderat, der sich Ende Mai konstituiert. Die FW-Fraktion freut sich auf die Zusammenarbeit. Zudem hat der Gemeinderat mit seiner Entscheidung für einen Jugendplatz bereits ein positives Zeichen für die gemeinsame Zukunft gesetzt. Noch nicht ganz fertig, wird der Bereich schon fleißig genutzt. Das Projekt „Gemeindeentwicklungsplan – Reilingens Zukunft gemeinsam gestalten“ wurde zwischenzeitlich gestartet. Die Freien Wähler würden sich über eine große Bürgerbeteiligung in den angekündigten Workshops sehr freuen.

Bericht aus dem Kreistag

Stolz berichtete FW-Kreisrat Bürgermeister Stefan Weisbrod von der Kreistagsversammlung Anfang Mai in Reilingen. Die anwesenden Delegierten waren von der Reilinger Gastfreundschaft mehr als begeistert, was auch Landrat Dallinger durch ein großes Lob zum Ausdruck brachte.

Die Bewältigung der "Multikrise" mit Pandemie und der Unterbringung von Flüchtlingen ist zur Zeit die Hauptaufgabe des Rhein-Neckar-Kreises. Die Kommunen werden zwangsläufig in die Problematik eingebunden und müssen Lösungen anbieten. Reilingen erledigt seine Hausaufgaben mit großem Einsatz durch die Verwaltung und hat bereits mit Hilfe der Bevölkerung durch Wohnraumbeschaffung oder sonstige Hilfsaktionen schnelle humanitäre Hilfe leisten können.

Termine

Zum Abschluss der Jahreshauptversammlung gab es noch Hinweise auf kommende Veranstaltungen. So wird das beliebte Weinfest in der Scheuer mit den Dubbeglas-Briedern erneut am 1. Oktober auf dem Fröschau-Hof stattfinden. 2023 feiert der FW-Ortsverband sein 70-jähriges Jubiläum und das soll ebenfalls entsprechend gefeiert werden.

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16. April

Erfreuliche Resonanz am Osterstand

Nach zwei Jahren Corona-Pause fand endlich wieder der traditionelle Osterstand der Freien Wähler am Parkplatz Rewe-Markt statt. Fleißige Helferinnen und Helfer verteilten österliche Süßigkeiten oder Blumen und die Freude über die persönlichen Gespräche war spürbar. Die FW-Gemeinderäte Patricia Faber, Peter Geng, Sabine Petzold und Klaus Schröder freuten sich über den Besuch von FW-Kreisrat Bürgermeister Stefan Weisbrod, um auch gemeinsam interessierte Nachfragen aus der Bevölkerung beantworten zu können.

Die Aktualität der Flüchtlingskrise aus dem schrecklichen Krieg in der Ukraine und die Unterbringung der Flüchtlinge in Reilingen stand dabei besonders im Fokus. Die Gemeinde ist bei der Bewältigung der Aufgaben gut aufgestellt, allerdings besteht noch die Möglichkeit für interessierte Bürgerinnen und Bürger, sich in einem Arbeitskreis einzubringen, um direkt mitzuhelfen. Entsprechende Infos gibt es auf der Homepage der Gemeinde.

FW-Vorsitzende Sabine Petzold konnte auch bereits mitteilen, dass bei der Benefiz-Veranstaltung "Weinprobe mit Musik" ein Spendenbetrag von 2.600 € zusammengekommen ist. Wohin dieser Betrag geht, wird noch bekannt gegeben.

Allerdings standen auch innerörtliche Probleme bei den Fragen der Bürger im Vordergrund. Direkt nachvollziehbar war dabei, dass ein Überqueren der Hauptstraße am Ostersamstag für Fußgänger nur mit großem Risiko möglich war. Eine nicht enden wollende Autoschlange zog durch den Ort. Allerdings sehen auch einige Bürger die Parksituation in Reilingen sehr kritisch. "Rettungsfahrzeuge haben in Reilingen keine Chance vor Ort zu kommen – die Anwohner nehmen das in Kauf – alles wird zugeparkt.", so eine verärgerte Reilingerin, deren Einfahrt zudem ständig zugeparkt wird. Erneut stellte sie die Forderung, dass die Gemeindevollzugsbedienstete wieder ihrer Aufgabe gerecht wird und den ruhenden Verkehr kontrolliert.

Erneut mussten sich die Gemeinderäte auch die Kritik über den Hol- und Bringdienst für die Schüler der Gemeinschaftsschule Reilingen durch die Eltern anhören. Zwischenzeitlich ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann dort etwas passiert. Die FW-Gemeinderäte wiesen noch einmal darauf hin, dass doch der Parkplatz der Fritz-Mannherz-Hallen für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer genutzt werden sollte.

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14. April

Bürgerbegegnungsstätte: Weinprobe der Freien Wähler mit Willi Brausch sorgt für Begeisterung / Einnahmen kommen den Menschen in der Ukraine zugute

Im Wein liegt Wahrheit und Humor


WILLI BRAUSCH SORGT NICHT NUR MIT SEINEN LIEDERN FÜR GUTE LAUNE BEI DEN GÄSTEN UND BRINGT DEN ANWESENDEN MIT VIEL HUMOR WISSEN ÜBER DIE PFÄLZER WEINE NAH. BILD: MONTALBANO

Die Freien Wähler (FW) hatten erstmalig zur "Weinprobe mit ½ Dubbeglas-Brieder" eingeladen und dazu den bekannten Pfälzer Musiker Willi Brausch in die Bürgerbegegnungsstätte geholt. Was sicher nicht jeder weiß, ist, dass der Frankenthaler auch Kultur- und Weinbotschafter seiner Heimatregion ist und somit nicht nur gute Laune und Musik, sondern auch jede Menge Weinfachwissen mitbringt.

Kein Platz war mehr frei, als er zusammen mit Sabine Petzold von den FW vor das gespannt wartende Publikum trat. Neben rund sechs Qualitätsweinen eines Weingutes aus Kirrweiler und humorvoll verpackten Erläuterungen dazu standen auch kleine, deftige Speisen auf dem Programm sowie Pfälzer Gute-Laune-Lieder von Brausch. Doch dieser Abend stand nicht nur im Zeichen der guten Laune und des Genusses, sondern auch im Zeichen der Nächstenliebe, denn alle Einnahmen sollen einer noch zu bestimmenden Organisation, die im Bereich der Ukraine-Hilfe tätig ist, zukommen, wie FW-Chefin Sabine Petzold bekannt gab.

Besucher gehen auf Kuschelkurs

So voll hatte man die Bürgerbegegnungsstätte durch Corona in den vergangenen zwei Jahren nicht mehr erlebt. "Patricia Faber und ich würden euch gern etwas auf Kuschelkurs bringen. So ein bisschen geht ja wieder - a little bit“, meinte Sabine Petzold launig. Willi Brausch, den viele nicht nur in der Hasengemeinde als eine Hälfte des "Dubbeglas-Brieder"-Duos unter anderem von seinen Auftritten beim traditionellen Weinfest in der Scheuer im Herbst kennen werden, betonte humorvoll: "Mich gibt es auch solo" und ergänzte: "Ich bin auch Kultur- und Weinbotschafter der Pfalz." Diese Bezeichnung dürfe man erst nach 13-monatiger Ausbildung führen. Voller Stolz ergänzte der Hobbywinzer: "Seit zwei Jahren produziere ich mit einem Partner erfolgreich eigenen Wein."

Rund sechs gute Tropfen standen auf dem Verkostungsprogramm, vom Riesling über Scheurebe, Grauburgunder und Spätburgunder Rosé bis hin zum Pinot Noir Blanc de Noir, der als Weißwein aus roten Trauben gekeltert wird - allesamt vom Weingut Hartmann, denn man habe noch in einer heißen Corona-Phase geplant, wodurch man sich lieber auf eine Anlaufstelle konzentriert habe.

Vom besten Sommelier

Der Weinbotschafter lieferte dazu auch gezielt Fachwissen. Gelangweilt hat sich dabei gewiss niemand, denn der Urpfälzer würzte seine Erläuterungen mit so viel Humor, dass nicht nur der Wein ein Genuss war. "Sie wissen nicht, welcher Wein zu Ihrem Essen passt? Da gibt es einen einfachen Trick - lassen Sie einfach das Essen weg", betonte er und hatte das Publikum im Laufe des Abends immer mehr im Griff und die Lacher auf seiner Seite. Auch stellte er klar: "Der beste Sommelier der Welt, wissen Sie wer das ist? Das sind Sie selbst. Denn im Grunde gibt es nur zwei Sorten Wein: Der, der Ihnen schmeckt und der, der Ihnen nicht schmeckt. Und was du heute kannst entkorken, das verschiebe nicht auf morgen." Wie man einen guten Wein beurteilen könne, dazu gebe es einen bekannten Spruch: "Color, Odor, Sapor" (lat.), also Farbe, Geruch und Geschmack - eine bis heute gültige Regel, die der römische Dichter Quintus Horatius Flaccus, besser bekannt als Horaz, schon vor über 2000 Jahren aufgestellt hat.

Die Laune des Publikums stieg im Laufe des Abends in immer neue Höhen, befeuert von den Liedern, die Willi Brausch zum Besten gab. Darunter die von Kurt Dehn, dem "Bob Dylan der Pfalz", der nach zu viel Weinschorle das Schlüsselloch seiner Haustür nicht mehr findet oder bei Brauschs Eigenkomposition in der er singt: "Die Sunn scheint schee uf der Tschernau", wofür er extra Sprachunterricht genommen habe, um das Idiom des Mannheimer Stadtteils besser nachahmen zu können.

So löste der Musiker bei den Anwesenden regelrechte Lachflashs aus. Unter diesen befanden sich auch die Reilinger Matthias Kahnt und seine Verlobte Christina. "Ein toller Abend, es tut wieder richtig gut, so etwas zu erleben", meinten sie begeistert.

Freude über Spenden

Sabine Petzold freute sich: "Die Idee zu der Veranstaltung entstand im letzten Herbst, als Willi Brausch und ich uns auf einer Feier trafen. Wir kennen uns ja schon mehr als 20 Jahre. Toll, wie viel Unterstützung es gab. So wurde das Essen, wie Knoblauchbutter, Leberwurst, Schwartenmagensalat und mehr gespendet. Das Brot ebenfalls, das von der Bäckerei Lummerland aus Neckarau für den guten Zweck beigesteuert wurde." Angesichts des vollen Saals betonte Patricia Faber: "Damit, dass die Bürgerbegegnungsstätte am Gründonnerstag noch frei war, hatten wir wirklich Glück. "Und Silvia Vögtle, ebenfalls von den FW und an diesem Abend Teil des ehrenamtlichen Service-Teams, freute sich: "Politik lebt auch von Bürgernähe. Das war nun die ganze Zeit nicht mehr richtig möglich. Dass das wieder geht, dass man sich wieder persönlich und ohne Maske begegnen kann, ist fantastisch."

Bericht von Marco Montalbano aus "Schwetzinger Zeitung" vom 21.04.2022
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2. April

Auf dem Weg zum Archäologiepark - FW-Fraktion besucht Burggelände

Vor nahezu fünfzehn Jahren sei es das Ziel von einigen Ehrenamtlichen gewesen, die "Burg unter der Grasnarbe" zu finden, auszugraben, sichtbar zu machen und für die Reilinger Bevölkerung als ein Stück Heimatgeschichte in das  Dorfgeschehen einzubinden. Stand heute ist die Burg dank eines "herausragenden bürgerlichen Engagements bereits ein großartiges sichtbares Dokument der regionalen Heimatgeschichte". Wie hoch inzwischen der wissenschaftliche Stellenwert der Ausgrabungen ist, belegt die archäologische Betreuung durch das Landesamt für Denkmalpflege – welches zudem das gesamte Gelände zu einem geschützten Bodendenkmal eingestuft hat - sowie der Universität Heidelberg an ihrem historisch belegten Gründungsort. Ständig steigende Besucherzahlen belegen das große Interesse an den Ausgrabungen.

Viele gute Gründe für die FW-Gemeinderäte Patricia Faber, Sabine Petzold und Peter Geng mit FW-Schriftführerin Angelika Welle die Ehrenamtlichen vor Ort zu besuchen. Da die FW-Fraktion die Ausgrabungen seit jeher immer positiv unterstützt, und wie Fraktionssprecherin Faber betonte: „weiterhin unterstützen wird“, ging es im Gespräch um die Fragen: Wie sieht es aktuell aus – was sind die nächsten Schritte? Im Haushalt 2022 der Gemeinde Reilingen sind entsprechende Mittel, wie z. B. auch für eine Gebäude im Eingangsbereich eingestellt, jetzt kann im Rathaus gehandelt werden. Wie notwendig ein festes Gebäude ist, war direkt spürbar. Auch durch Schneefall Anfang April wird der Wunsch nach einem Eingangsgebäude mit Aufenthaltsraum und sanitären Anlagen mehr als nachvollziehbar. Die von den Ehrenamtlichen finanzierten Zelte können langfristig kaum ein Ersatz sein.

AK-Sprecher und Vorsitzender des Förderkreises Burg Wersau Benni Schaich-Lebeck erläuterte noch einmal kurz die bereits seit längerem vorhandenen Konzepte. Ziel ist: auf dem Burggelände einen Archäologiepark mit Aufenthaltsqualität - sprich Eventflächen  - einzurichten.

Bereits Mitte Mai wird in einem Workshop "Auf dem Weg zum Archäologiepark" mit vielen interessanten Vorträgen die künftige Nutzung mit breitgefächerten Angeboten für eine nachhaltige kulturelle und wirtschaftliche Nutzung erörtert.

Ein Ausstellungstermin – auf den die Reilinger besonders stolz sein können – gab Archäologe Dr. Roland Prien von der Universität Heidelberg erfreut bekannt. Am 9. Februar 2023 wird im Museum der Universität Heidelberg eine dreimonatige Ausstellung mit Fundstücken und Informationen vom Grabungsgelände Wersau eröffnet. Ein besonderer Höhepunkt der Ausstellung wird ein Faksimile der Gründungsurkunde der Universität Heidelberg – unterzeichnet auf der Wersau – sein. Damit im Anschluss an die Ausstellung die gezeigten Artefakte wieder nach Reilingen zurückkehren und nicht im Landesarchiv Rastatt "auf Nimmerwiedersehen" verschwinden, wird die FW-Fraktion im Rathaus Vorschläge zur weiteren Unterbringung vortragen.

Gemeinderat Peter Geng ging in diesem Zusammenhang noch einmal auf die Entwicklung des Projektes seit Kauf des Geländes durch die Gemeinde ein. "Für die weitere Planung wäre es nur konsequent, wenn auch die bemerkenswertesten Funde in unserem Heimatort bleiben".

FW-Gemeinderätin Sabine Petzold dankte zum Schluss für das Gespräch, zumal die Ehrenamtlichen eigentlich voll damit beschäftigt waren, das Gelände für die kommende Zeit wieder "herauszuputzen". Als von der ersten Stunde an aktives Mitglied bei den Wersauern bekundete Petzold dabei auch noch einmal ihre Begeisterung über das, was von den Ehrenamtlichen bisher geschaffen wurde. Sie freut sich darauf in der Zukunft einen Archäologiepark besuchen zu können, wo jedes Jahr ein Lichterfest mit Illumination stattfinden soll – in diesem Jahr am 25. Juni.

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3. März

Spendenaktion: Bäcker Peter Künzler sammelt erneut Geld zugunsten des Kinderhospiz Sternentaler in Dudenhofen Freude über getopptes Ergebnis

1300 Euro kamen bei der Aktion zusammen und statt zu einem Scheck hat Peter Künzler zum Teig gegriffen und die Zahl im Brot festgehalten. Bild: Lenhardt

Von Andreas Wühler aus "Schwetzinger Zeitung" vom 3. März

Im vergangenen Jahr startete Bäckermeister Peter Künzler eine Spendenaktion, deren Erlös für das Kinderhospiz Sterntaler in Dudenhofen bestimmt war. Ein schöner Erfolg damals, prädestiniert für eine Neuauflage. „Ich habe gehofft, ich könne an das Ergebnis vom Vorjahr anschließen“, stellt Künzler im Gespräch mit unserer Zeitung fest und die Freude ist ihm ins Gesicht geschrieben, denn die Summe hat sich verdoppelt: „Ich bin überwältigt“, stellt der Bäckermeister fest.

Künzler, der auch für die Freien Wähler im Gemeinderat sitzt, arbeitet bei der Bio-Bäckerei Lummerland in Mannheim und wird von seinem Chef Thomas Müller bei seinen ehrenamtlichen Aufgaben unterstützt.

Seit geraumer Zeit schon hat Künzler einen festen „Kundenstamm“ in der Gemeinde – Menschen, die das Lummerland-Brot schätzen und die er damit versorgt. Wie schon im vergangenen Jahr kündigt er den Brotabnehmern an, dass er seinen Dezembererlös an das Kinderhospiz spenden werde, und bat um Unterstützung. Wobei er bei manchen Kunden offene Türen einrannte, denn schon im Herbst war er angesprochen worden, ob er seine Aktion im Dezember wiederhole und ob man mitmachen könne. Was den Bäcker ebenso freute, wie die Bereitschaft von zahlreichen Kindern, ihr Scherflein beizutragen. Wenn man bei solchen Aktionen Werte vermitteln könne, andere animiere, etwas für Menschen, insbesondere für Kinder, zu tun, so sei dies eine tolle Sache, meint Künzler und freut sich über jeden Spender, der sich seiner Aktion anschließt.

Auch Kinder machen mit

Dass so viele Menschen bei der Spendenaktion mit von der Partie sind, liegt in den Augen von Künzler auch daran, dass diese wissen würden, dass jeder Cent zu 100 Prozent in Dudenhofen im Kinderhospiz Sterntaler ankomme.

Traurig findet es Künzler, dass er Corona-bedingt erneut nicht nach Dudenhofen konnte, um die Spende persönlich zu überbringen. Doch auch fernmündlich konnte er die Freude in Dudenhofen erfahren, wo man sich für die erneute Unterstützung herzlich bedankte.

Dies war auch für Künzler ein bewegender Moment. Zum einen macht es ihn stolz, dass die Menschen in der Gemeinde auf ihn zählen, zum anderen stimmte es ihn glücklich, mit seiner Aktion anderen zu helfen.

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27. Februar

Freiheit für die Ukraine

Ein starkes Zeichen setzte die Reilinger Bevölkerung auf dem Rathaus-Platz mit einer Kundgebung für Frieden und Freiheit für die Ukraine.

Solidarisch hatten sich die Gremien des Gemeinderates (SPD, CDU, Bündnis90/Die Grünen, FDP und Freie Wähler) sowie die Vertreter/-innen der ev. und kath. Kirchen auf Vorschlag einer Reilinger Bürgerin sofort bereit erklärt, aktiv diese Veranstaltung zu unterstützen.

Auch die Vorsitzende der Freien Wähler, Sabine Petzold, appellierte als Rednerin für die Beendigung des Krieges mit einer direkten gemeinsamen Botschaft an den russischen Präsidenten:

Herr Präsident Wladimir Putin - Beenden Sie die russische Invasion in der Ukraine
- Beenden Sie den Krieg - Geben Sie den Befehl, alle Waffen niederzulegen.
- Sie allein haben die Macht, diesen sinnlosen Krieg - mit wenigen Worten zu beenden!
Ein deutscher Philosoph, Kant, brachte es, wie folgt, zum Ausdruck: "Frieden ist das Meisterstück der Vernunft!"
Herr Präsident Putin - kommen Sie zur Vernunft!

Es gibt keine Rechtfertigung für Krieg und Völkermord - und das gilt für alle Länder und Mächtigen auf unserer Erde.
Krieg löst keine Probleme - Krieg schafft viel menschliches Leid.
Geben Sie uns - und besonders unseren Kindern - den Glauben an eine Welt ohne Krieg und eine friedvolle Zukunft in Freiheit zurück!
Kehren Sie zurück zur Diplomatie - zu einer Friedenspolitik.
Finden Sie - alle Beteiligte - Lösungen für eine  gemeinsame lebenswerte angstfreie Zukunft.